4. Schritt: Die Rasur
Zunächst trägst Du wahlweise Rasiercreme, Rasierseife oder Rasiergel auf. Dadurch entsteht eine schützende Barriere zwischen Haut und Klinge. Das Auftragen mit einem Rasierpinsel bewirkt, dass die Barthaare dank der kreisenden Bewegungen beim Einschäumen aufgestellt und gleichzeitig eingeweicht werden.
Ob Du Dich für einen traditionellen Sicherheitsrasierer (Rasierhobel) oder ein Mehrklingensystem entscheidest, ist reine Geschmackssache. Ein traditioneller Rasierhobel erfordert zwar einige Übung, bringt aber auch die klassische Nassrasur ins Badezimmer zurück.
Auch ein gutes 3- oder 4-Klingensystem erfüllt seinen Zweck, denn die Klingen sind in der Regel scharf und gründlich. Das ist wichtig, denn stumpfe Rasierklingen sind der häufigste Grund für Rasurprobleme wie Schnittverletzungen bei der Nassrasur.
Bereite die Rasierklinge vor, indem Du sie in heißem Wasser erwärmst. Heißer Stahl schneidet nämlich besser. Spüle die Klinge zwischen den Rasierzügen der Nassrasur immer wieder gründlich in heißem Wasser aus, damit die Klingenzwischenräume frei bleiben.
Eine hochwertige, richtig aufgeschäumte Rasiercreme sollte die Klinge nicht verstopfen. Ansonsten hilft eine ausrangierte Zahnbürste, die Klinge während der Nassrasur von Haarstoppeln und Schaumresten zu befreien.
- Generell macht es Sinn, in kurzen, präzisen Zügen und in Bartwuchsrichtung zu rasieren.
- Beginne seitlich unter den Koteletten.
- Setze die Klinge parallel zum Ende Deiner Kotelette an und rasiere in Zügen von etwa vier Zentimetern in Wuchsrichtung.
- Entweder straffst Du die zu rasierende Gesichtshaut leicht mit Deiner freien Hand oder Du verziehst das Gesicht so, dass der zu rasierende Bereich gespannt ist.
- Anschließend spülst Du die Rasierklinge gründlich aus.
Arbeite mit System – immer eine Region nach der anderen. Oberlippen- und Kinnbereich solltest Du erst zum Ende hin rasieren, da die Barthaare hier besonders stark sind und die Rasiercreme ruhig entsprechend länger einwirken kann.
Wichtig ist, dass Du keinen zu hohen Druck auf den Rasierer ausübst.
So vermeidest Du, dass zu viele der oberen Hautzellen entfernt werden. Rasurprobleme wären vorprogrammiert und es könnte zu Rasurbrand kommen. Wenn Du die Kieferregion rasierst, machst Du kurze Rasierzüge über und unter der sogenannten Kieferlinie. Vermeide unbedingt, kurvig zu rasieren, denn das kann zu Schnittverletzungen bei der Nassrasur führen.
Für die perfekte Rasur trägst Du ein weiteres Mal Rasiercreme auf. Ziehe die Haut straff und rasiere jetzt quer zur Wuchsrichtung. Auch hier nicht vergessen: immer sorgsam den Rasierer ausspülen, nicht zu stark aufdrücken und keinesfalls gegen die Haarwuchsrichtung arbeiten.